Inhalt

I. Einleitung
II. Ausgangsbedingungen
III. Apache Open Office Writer
III. a) Versionsabgleich
III. b) Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand
III. c) Korrekturrand
III. d) Formatvorlagen
III. e) Fußnoten
III. f) Seitenzahlen
III. f) Seitenvorlagen
III. h) Gliederung (in Arbeit)
III. i) Inhaltsverzeichnis (in Arbeit)
III. j) Literaturverzeichnis (in Arbeit)
III. k) Zeichen zählen (in Arbeit)
III. l) Beispieldokument
IV. Microsoft Office Word 2010
III. a) Versionsabgleich
III. b) Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand
III. c) Korrekturrand
III. d) Formatvorlagen (in Arbeit)
III. e) Fußnoten
III. f) Seitenzahlen
III. f) Seitenlayout
III. h) Gliederung
III. i) Inhaltsverzeichnis
III. j) Literaturverzeichnis
III. j) (1) Unsichtbare Tabelle
III. j) (2) Autom. Literaturverzeichnis (in Arbeit)
III. k) Zeichen zählen
III. l) Beispieldokument
V. LaTeX (in Planung)
VI. Was sind Formatvorlegen?

I. Einleitung

Dieser Artikel wendet sich an Studierende der Rechtswissenschaften, die vor der Aufgabe stehen, eine juristische Hausarbeit anfertigen zu müssen. Wenngleich die inhaltliche Bearbeitung einer solchen selbstverständlich keine Probleme bereitet, so hat meine persönliche Erfahrung gezeigt, dass ein kritischer Faktor häufig die Bedienung der Software darstellt. Ein normales, bürotaugliches Schreibprogramm beherrscht üblicherweise hilfreiche Automatismen, die das Erstellen von Inhaltsverzeichnissen, Fußnoten oder sogar Literaturverzeichnissen erleichtern. Zu oft habe ich jedoch erlebt, dass statt einer eleganten Lösung der letzte Bearbeitungstag zur hektischen Tippaktion ausufert, während dem versucht wird, händisch ein entsprechendes Verzeichnis zu erstellen (Fehler inbegriffen). Formale Fehler in der Arbeit haben aber leider die Angewohnheit, mit Punktabzug belohnt zu werden. Dabei sollte der Inhalt doch eigentlich zählen; formale Fehler sind unnötig vergebene Punkte.
Wer sich nun angesprochen fühlt, dem empfehle ich die weitere Lektüre!
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II. Ausgangsbedinungen

Um zu beginnen, muss geklärt werden, welches System ich eigentlich verwende, damit dieses mit dem eigenen verglichen werden kann und zudem, welche Formalia das Dokument hat, welches ich jeweils vorbereite. Die Formalia meines Dokumentes sind wie folgt1: Wichtig: Prüfen Sie bitte genau, welchen Anforderungen Ihre Hausarbeit gerecht werden muss, anstatt meine "blind" zu übernehmen. Formale Anforderungen sind oft nach der Aufgabenstellung auf dem Aufgabenblatt angegeben oder befinden in einer zentralen Ordnung der Universität / Fakultät.
Wichtig: Der erste Unterpunkt einer jeden Programmvorstellung beginnt mit der Versionsangabe und einer Anleitung, wie Sie die Versionsnummer ihrer Kopie des Programms ermitteln können. Bitte überprüfen Sie stets die Versionsnummer, denn die einzelnen Funktionen können sich von Version zu Version in ihrer Bedienung unterscheiden. Ich verwende die jetzt (12.12.2014) neusten Versionen.
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III. Apache OpenOffice Writer

Apache OpenOffice (früher auch OpenOffice oder OpenOffice.org genannt) ist im studentischen Bereich weit verbreitet, da es kostenlos verfügbar ist. Es kann einfach aus dem Internet heruntergeladen werden: www.openoffice.org.
Das Textverarbeitungsprogramm nennt sich Writer.

a) Versionsabgleich

Ich verwende Version 4.1.1.
Um Ihre Programmversion zu finden, starten Sie Writer und klicken im Menü auf Hilfe > Info über OpenOffice.org. Der Name hinter "Info über" könnte abweichend sein.
Apache Open Office: Version abfragen Apache Open Office: Infofenster

b) Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand

Vorab empfehle ich entschieden, diese Einstellung nicht manuell bei jedem Textblock selbst vorzunehmen, sondern von vornherein nur einmal in den Formatvorlagen einzustellen. Die folgenden Einstellungen brauchen Sie also nur, wenn Sie gänzlich ohne Formatvorlagen arbeiten wollen. Die einfachsten Einstellungen gleich zu Beginn. Die Schriftart und -größe lassen sich direkt in der zweiten Toolbar einstellen. Ebenso aber auch über Format > Zeichen (Reiter "Schrift"). Der Zeilenabstand lässt sich im Absatz-Menü einstellen, zu öffnen durch Format > Absatz (Reiter "Einzüge und Abstände"). Die Werte in Einzüge und Abstände sollten zudem zunächst auf 0,00cm gesetzt werden, wenn nicht standardmäßig so eingestellt. Alles andere kostet Platz.
Apache Open Office: Schrift anpassen Apache Open Office: Zeilenabstand anpassen

c) Korrekturrand

Ein Korrekturrand lässt sich über verschiedene Wege realisieren. Insgesamt zeige ich drei auf: Die nachfolgende Einstellung als Einzug über das Absatzmenü, eine Formatierung über Formatvorlagen, ebenfalls als Einzug und als Seitenrand in der Seitenvorlage. Letztere ist die von mir ausdrücklich empfohlene und in der Bearbeitung bequemste Variante. Die anderen beiden sind lediglich im Formatierungsaufwand geringer (aber auch nur, wenn in der späteren Bearbeitungs nichts schief geht). Wenn Sie sich für die saubere Variante der Seitenvorlagenlösung entscheiden, lesen Sie direkt bei Formatvorlagen weiter.
Ein Korrekturrand lässt sich in dem Menü einstellen, welches von der Einstellung des Zeilenabstands bekannt ist. Also zu öffnen über Format > Absatz (Reiter "Einzüge und Abstände"). Hier muss der Wert "Vor Text" unter "Einzug" angepasst werden ("Hinter Text", wenn man einen rechten Rand haben will). Es gilt zu beachten, dass es falsch wäre, würde man hier jetzt einen Wert von 7,00cm eintragen. Zusätzlich zu diesem Rand kommt nämlich der Seitenrand hinzu, der den Druckbereich eingrenzt. Standardmäßig hat ein neues Dokument an jeder Seite 2cm Rand. Dies lässt sich auch unter Format > Seite, Reiter "Seite" bei "Seitenränder" überprüfen:
Apache Open Office: Einzug vor Text einfügen Apache Open Office: Druckbereich nachschauen
Folgerichtig werden als Einzug vor dem Text nur 5,00cm eingetragen. Es sei an dieser Stelle noch gesagt, dass man den Einzug auch über die kleinen Dreiecksymbole im Lineal verschieben kann. Hierbei kann es aber Schwierigkeiten bereiten, zu erkennen, ob man nicht doch einen Millimeter daneben liegt.

d) Formatvorlagen

Sie wissen mit dem Begriff "Formatvorlagen" nichts anzufangen? Dann lesen Sie unten bitte zuerst den Abschnitt Was sind Formatvorlagen?.
Vorangegangene Einstellungsmöglichkeiten werden jetzt über Formatvorlagen zentral geregelt und sollten nicht mehr individuell pro Textabschnitt vorgenommen werden. Wenn man eine Einstellung manuell nur für einen Textbereich vornimmt, dann überschreibt diese die Vorgabe aus der Formatvorlage und der Textbereich würde sich beim Anpassen der Vorlage nicht mehr automatisch mit anpassen.
Die Einstellungen zu Formatvorlagen finden sich unter Format > Formatvorlagen (oder schnell über die Taste F11 zu erreichen). Normalerweise ist jeder Text der Vorlage "Standard" zugeordnet.
Apache Open Office: Menü Formatvorlagen
Die obere Menüleiste, welche nur aus Symbolen besteht, wird später noch wichtig. Darunter ist eine Liste von voreingestellten Formatvorlagen. Diese ist so aber nicht vollständig. Das DropDown-Menü unterhalb der Liste ist auf "Automatisch" eingestellt. Dies bedeutet, dass nur die Formatvorlagen in der Liste angezeigt, die das Programm nach der aktuellen Cursorposition im Dokument für sinnvoll erachtet. Stellt man die Auswahl stattdessen auf "Alle Vorlagen" um, wird die Liste sofort lang und unübersichtlich:
Apache Open Office: Alle Formatvorlagen anzeigen
Man kann die Auswahl daher auf "Automatisch" belassen, sollte aber eben wissen, dass man zu weiteren Vorlagen navigieren kann. Im weiteren Verlauf werde ich folgende Formatvorlagen anpassen und verwenden: Die folgenden Vorlagen sind zunächst wahrscheinlich nicht sichtbar (aufrufbar natürlich, wenn man "Automatisch" auf "Alle Vorlagen" wechselt). Formatvorlagen werden geändert, indem auf die jeweilige Vorlage ein Rechtsklick gemacht und danach "Ändern" ausgewählt wird. Das sich öffnende Menü ist nun sehr umfangreich.
Apache Open Office: Formatvorlagen bearbeiten Apache Open Office: Formatvorlage Menü Bearbeiten
Von den verfügbaren Reitern werde ich die Folgenden benötigen, um alle Einstellungen vorzunehmen: Verwalten, Einzüge und Abstände, Ausrichtung, Schrift.
Die folgende Tabelle zeigt nun, welche Formatvorlagen durch welche Einstellungen ergänzt werden:

Reiter /
Formatvorlage
Verwalten Einzüge und Abstände Ausrichtung Schrift
Textkörper - Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Standard.
Schriftgrad: 12pt.
Standard* - Einzug: Vor Text: 0,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Standard.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift** Folgevorlage: Textkörper Einzug***. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt****.
Überschrift 1 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt*****.
Überschrift 2 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 3 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 4 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 5 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 6 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 7 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 8 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 9 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Überschrift 10 Folgevorlage: Textkörper Einzug. Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Fett.
Schriftgrad: 12pt.
Fußnote - Einzug: Vor Text: 5,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: -0,50cm******.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig*******.
Optionen: Blocksatz. Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Standard.
Schriftgrad: 10pt.
Fußzeile - Einzug: Vor Text: 0,00cm, Hinter Text: 0,00cm, Erste Zeile: 0,00cm.
Abstand: Über Absatz: 0,00cm, Unter Absatz: 0,00cm.
Zeilenabstand: 1,5zeilig.
Optionen: Rechts********: Schriftart: Times New Roman.
Schriftschnitt: Standard.
Schriftgrad: 12pt.
Inhaltsverzeichnis Überschrift /
Inhaltsverzeichnis 1-10 /
Literaturverzeichnis Überschrift /
Literaturverzeichnis 1
- Nach Belieben. - Nach Belieben.
Titel - Nach Belieben. Optionen: Zentriert (oder nach Belieben). Nach Belieben.

*: Bitte beachten Sie, was ich oben zur Benutzung von Standard (und Textkörper) geschrieben habe. Wenn Sie statt "Textkörper Einzug" eine andere Vorlage wünschen, setzen Sie dort die Werte ein, die ich für "Textkörper Einzug" verwende.
**: Das Anpassen von Einstellungen hier führt zu - leider unvollständigen - Änderungen in Überschrift 1-10. Einiges wird übernommen, anderes muss von Hand nachkorrigiert werden.
***: Folgevorlage bedeutet, dass immer dann, wenn nach einer Überschrift (1-10) Enter gedrückt wird, automatisch mit der Folgevorlage ("Textkörper Einzug") fortgefahren wird. Hier sollten Sie ggf. die Vorlage einsetzen, die sie für ihre Ausarbeitung benutzen. Dann müssen Sie weniger aufpassen, dass die richtige Formatvorlage eingestellt ist, wenn sie die Ausarbeitung schreiben.
****: Bitte beachten Sie: Ich grenze meine Überschriften nur dadurch ab, dass diese fett gedruckt sind und eine Gliederungsebene voransteht. Wenn Sie Ihre Überschriften anders gestalten wollen, können Sie dies ganz nach Belieben machen. Bedenken Sie lediglich, dass Abstände und ein größerer Schriftgrad dazu führen, dass mehr Platz für die Überschriften benötigt wird. Bei Seitenlimitierung wird der Umfang der Arbeit so eingeschränkt.
*****: Es kann vorkommen, dass hier standardmäßig der ungewohnte Wert "115%" voreingestellt ist. Dies bedeutet, dass der Schriftgrad 115% des Grades von "Überschrift" beträgt, da hiervon abgeleitet wird. Iudex non calculat, effektiv bedeutet dies, dass ein Schriftgrad von 13,8 Punkt erreicht wird, wenn "Überschrift" bereits auf 12 Punkt gestellt wurde. Will man den Wert wieder in Punkt messen, sollte einfach das Tippfeld oberhalb der Auswahlliste verwendet werden, um dort "12pt" einzutragen.
******: Diese Voreinstellung erhöht die Lesbarkeit einer Fußnote, da Zahl und Text optisch ein kleines Stück getrennt werden. Wenn unbedingt Platz benötigt wird, kann hier jedoch "nachgebessert" werden.
*******: Ausnahmsweise kann auch ein einzeiliger Abstand in den Fußnoten erlaubt sein. Hier könnten Sie gegebenenfalls nachfragen.
********: Natürlich ist auch eine Positionierung der Seitenzahlen an einer anderen Stelle zulässig, je nach Geschmack.

Der Aufwand zum Einstellen der Formatvorlagen mag an dieser Stelle riesig erscheinen, tatsächlich muss diese Arbeit aber nur einmal erledigt werden. Danach profitiert man nur noch, denn alles was zu tun bleibt, ist, die jeweils richtige Vorlage auszuwählen. Dies geschieht entweder automatisch (z.B. nach Überschriften) oder wie auch für einzelne Formate: Entweder bevor ein Satz getippt wird oder nachträglich durch markieren. Die Vorlage wird über einen Doppelklick im Formatvorlagen-Fenster (F11) oder über die Toolbar geändert:
Apache Open Office: Formatvorlage für Text auswählen

e) Fußnoten

Fußnoten werden einfach in der Menüleiste über Einfügen > Fuß-/Endnote an der jeweiligen Stelle eingefügt. Die Standardeinstellungen des sich öffnenden Fensters können übernommen werden.
Apache Open Office: Fußnote einfügen
Fußnoten bekommen automatisch die Formatvorlage "Fußnote" zugewiesen und sollten daher, den vorangegangenen Einstellungen zu Formatvorlagen entsprechend, bereits mit Korrekturrand eingerückt sein (bzw. beginnen am Seitenrand, wenn über eine Seitenvorlage der Korrekturrand eingestellt wird). Einzig die Trennlinie ist noch am linken Seitenrand. Wie diese zu anzupassen ist, wird später unter "Seitenvorlagen" erklärt, da diese Optionen dort zu finden sind.
Fußnoten werden entfernt, indem die hochgestellte Zahl im Fließtext entfernt wird. Dadurch wird automatisch die Fußnote mitgelöscht. Dies sollten Sie insbesondere beachten, damit Sie nicht auch versehentlich Fußnoten löschen.

f) Seitenzahlen

Writer hat keine zentrale Einstellung, die Seitenzahlen einfach aktivieren würde. Stattdessen sind Seitenzahlen unter dem Begriff "Feldbefehl" versteckt. Feldbefehle sind geschütze Bereiche, die vom Programm automatisch mit einem kontextbezogenen Inhalt gefüllt werden. Sie wird der Feldbefehl "Seitenzahl" mit der aktuellen Seitenzahl gefüllt, der Feldbefehl "Datum" mit dem akutellen Datum.
Der Feldbefehl "Seitenzahl" muss händisch an die richtige Stelle platziert werden. Im Normalfall werden Seitenzahlen in die Fußzeile gesetzt, weshalb zunächst die Fußzeile angeschaltet werden muss. In dieser Stelle soll die einfache Variante genügen, im nächsten Abschnitt werden Fußzeilen über die Seitenvorlagen eingerichtet. Über Einfügen > Fußzeile > Standard wird die Fußzeile aktiviert (Standard bedeutet, dass diese Einstellung für die Seitenvorlage "Standard" gilt, nicht dass es sich um eine standardisierte Fußzeile handelt). Der Cursor wechselt nach der Aktivierung der Fußzeile automatisch in diese. Wenn die Formatvorlage "Fußzeile" bereits richtig konfiguriert wurde, dann ist die Fußzeile rechtsbündig eingestellt, so dass die Seitenzahlen direkt eingefügt werden können (ausgehend von der Vorgabe eines linksseitigen Korrekturrandes, in welchem sich keine Inhalte - auch keine Seitenzahlen - befinden sollten; wenn Ihre Vorgaben anders lauten, müssen Sie den Textfluss der Fußzeile entsprechend anpassen).
Jetzt muss nur noch der Feldbefehl für Seitenzahlen eingefügt werden: Einfügen > Feldbefehl > Seitennummer. Die nachfolgenden Seiten bekommen automatisch Fußzeilen und Seitenzahlen.
Wie aber werden jetzt unterschiedliche Varianten an Seitenzahlen eingefügt (römisch / arabisch)? Die Lösung nennt sich Seitenvorlage und ist etwas komplizierter.

g) Seitenvorlagen

An dieser Stelle müssen also Seitenvorlagen verwendet werden, um unterschiedliche Seitenzahlen einzurichten. Dies ist die einzige Möglichkeit, wie die Nummerierung der Seiten neugestartet werden kann (so dass die Ausarbeitung auch wirklich bei arabisch Eins anfängt) und das Format der Zahlen gewechselt wird. Seitenvorlagen funktionieren ähnlich wie Formatvorlagen. So wie eine Formatvorlage ein zentrales Format für alle zugewiesenen Textbereiche festsetzt, so regeln Seitenvorlagen zentrale Formate für ganze Seiten. Dies betrifft jedoch nur seitenspezifische Formate: Seitenzahlen, Fußnotenbereiche, Fußzeilen etc.
Praktisch ist, dass Seitenvorlage im selben Menü wie Formatvorlagen konfiguriert werden. Das Formatvorlagenfenster hat oben mehrere Icons, durch die verschiedene Vorlagentypen angewählt werden können. Eins davon führt zu Seitenvorlagen.
Apache Open Office: Seitenvorlagen öffnen
Genau wie Formatvorlagen werden Seitenvorlagen auch über Rechtsklick > Ändern angepasst. Es öffnet sich dann ein ähnliches Menü, wie es schon von Formatvorlagen bekannt ist:
Apache Open Office: Seitenvorlagen konfigurieren
Über diese Vorlagen sollen nun folgende Einstellungen vorgenommen werden: die Arbeit bekommt ein Deckblatt ohne Seitenzahl (verwendet Vorlage "Erste Seite"), einen Einleitungsteil für Inhalts- und Literaturverzeichnis mit römischen Seitenzahlen (Vorlage "Verzeichnis"), den Hauptteil mit einem 7cm Korrekturrand und arabischer Nummerierung (Vorlage "Standard") und als Abschluss die Versicherung der persönlichen Bearbeitung (hierfür wird eine neue Vorlage erstellt).
Eine neue Vorlage wird über den entsprechenden Button im Seitenvorlagenmenü aus einer bereits bestehenden Vorlage erstellt. Dazu muss nur eine Vorlage (ich empfehle "Erste Seite") selektiert und der Button "Neue Vorlage aus Selektion" gedrückt werden. Die neue Vorlage habe ich "Letzte Seite" genannt.
Apache Open Office: Neue Seitenvorlage anlegen
Die folgende Tabelle zeigt, genau wie bei Formatvorlagen, welche Seitenvorlage welche Einstellungen erhält:
Reiter /
Seitenvorlage
Verwalten Seite Fußzeile Fußnote
Erste Seite Folgevorlage: Verzeichnis - - -
Verzeichnis Folgevorlage: Verzeichnis Layouteinstellungen: Seitenlayout: Rechts und Links, Format: I, II, III, ... Fußzeile: Fußzeile einschalten: Haken setzen, Inhalt links/rechts gleich: Haken setzen, Höhe dynamisch anpassen: Haken setzen. -
Standard Folgevorlage: Standard Seitenränder: Links: 7,00 cm.
Layouteinstellungen: Seitenlayout: Rechts und Links, Format: 1, 2, 3, ...
Fußzeile: Fußzeile einschalten: Haken setzen, Inhalt links/rechts gleich: Haken setzen, Höhe dynamisch anpassen: Haken setzen. Fußnotenbereich: Höhe maximal wie Seite: Einstellen, Abstand zum Text: 0,10cm.
Trennlinie: Die Standardeinstellungen sollten ausreichen, passen Sie diese jedoch nach Belieben an.

Das Einstellen der Seitenvorlagen ist denkbar einfach. Mit dem Seitenvorlagenmenü geöffnet, reicht ein Doppelklick auf eine Seitenvorlage aus, um die aktuelle Seite (d.h. die Seite, auf der sich der Schreibcursor derzeit befindet) der entsprechenden Vorlage zuzuordnen. Wenn der Cursor in eine Seite platziert wird, springt die Auswahl im Seitenvorlagenmenü zudem auf die der Seite zugeordneten Vorlage; zur Kontrolle, ob eine Seite richtig zugeordnet wurde.
Zuletzt ist noch von Interesse, wie denn nun fortlaufender Inhalt auf eine neue Seite gelangt, damit dieser im Rahmen der neuen Seitenvorlage formatiert wird. So soll natürlich beispielsweise nach dem Literaturverzeichnis, wenn das Gutachten folgt, die restliche Seite leer bleiben und das Gutachten auf einer neuen Seite anfangen (für welche dann die Vorlage "Standard" eingestellt wird, Doppelklick auf die Vorlage). Natürlich ist es möglich, am Ende der Bearbeitung, wenn alle Einträge im Literaturverzeichnis eingetragen sind, entsprechend viele Zeilenumbrüche einzufügen (durch das Drücken von "Enter"), damit der Seitenrest leer bleibt. Geschickter ist es aber, einen Seitenumbruch einzufügen. Ein Seitenumbruch führt dazu, dass egal wie viel Platz auf der aktuellen Seite ist, der nächste Inhalt auf eine neue Seite verschoben wird. Dadurch ist es möglich, auch nachträglich noch vor dem Seitenumbruch weiteren Inhalt einzufügen und das Format passt sich selbstständig an. Zeilenumbrüche müssten manuell gelöscht werden und manuelles Nacharbeiten am Format soll ja tunlichst vermieden werden.
Ein Seitenumbruch wird über das Menü Einfügen > Manueller Umbruch eingefügt. Dort wird in der Liste der Seitenumbruch ausgewählt, mit OK wird dieser an der aktuellen Stelle im Dokument platziert.
Apache Open Office: Seitenumbruch einfügen
Ein solcher Umbruch sollte folgen nach: dem Deckblatt, dem Inhaltsverzeichnis, dem Literaturverzeichnis und dem Gutachten vor der letzten Seite.

h) Gliederung

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

i) Inhaltsverzeichnis

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

j) Literaturverzeichnis

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

k) Zeichen zählen

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

l) Beispieldokument

Das Beispieldokument können Sie hier runterladen: Hausarbeit.odt
Bitte beachten Sie: Es ist zwar möglich, dass Sie dieses Dokument einfach herunterladen und damit losarbeiten, ohne zuvor die vorangestellten Texte gelesen zu haben. Wenn Sie sich jedoch mit dem Umgang mit Writer nicht erfahren genug sind, dass sie alle Formalia auch selbst hätten einbauen können, dann werden Sie mit diesem Dokument schwerlich ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.
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IV. Microsoft Office Word 2010

Microsoft Word ist wohl der unangefochtene Marktführer im Bereich der Büro-Textverarbeitung. In der "Home and Students"-Version ist Microsoft Office in der Regel für maximal 150,- € zu erwerben.

a) Versionsabgleich

Ich verwende Version 14.0.7140.5002.
Dies ist nicht die derzeit aktuellste Version (14.0.7015.1000), deren Verwendung ist jedoch empfehle. Ich vermute, dass zwischen den beiden Versionen keine gravierenden Unterschiede bestehen.
Um Ihre Programmversion zu finden, starten Sie Word und klicken im "Datei"-Menü auf Hilfe.
Microsoft Word 2010: Version abfragen Microsoft Word 2010: Versionsinfo

b) Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand

Vorab empfehle ich entschieden, diese Einstellung nicht manuell bei jedem Textblock selbst vorzunehmen, sondern von vornherein nur einmal in den Formatvorlagen einzustellen. Die folgenden Einstellungen brauchen Sie also nur, wenn Sie gänzlich ohne Formatvorlagen arbeiten wollen. Die einfachsten Einstellungen gleich zu Beginn. Die Schriftart und -größe lassen sich direkt in der als erstes geöffneten Toolbar "Start" einstellen. Ebenso erscheint aber auch ein fliegendes Einstellungsfenster, sobald Text markiert wird oder die Einstellungen tauchen bei Rechtsklick auf markiertem Text im Kontextmenü auf. Der Zeilenabstand lässt sich über das entsprechende Icon auswählen. Ein Blick in die Absatzoptionen ist jedoch nicht verkehrt. Diese sind entweder über das Zeilenabstand-Icon ("Zeilenabstandsoptionen") oder über Rechtsklick > Absatz... erreichbar. Dort sollten vor allem unter "Abstand" die Werte Vor: und Nach: auf "0 Pt." eingestellt werden, da sonst zusätzlich Abstände vor oder nach einem Zeilenumbruch eingefügt werden, was unnötig Platz kostet.
Microsoft Word 2010: Schrift anpassen Microsoft Word 2010: Zeilenabstand anpassen
Microsoft Word 2010: Kontextmenü (Rechtsklick) Microsoft Word 2010: Absatzoptionen

c) Korrekturrand

Ein Korrekturrand lässt sich über verschiedene Wege realisieren. Insgesamt zeige ich drei auf: Die nachfolgende Einstellung als Einzug über das Absatzmenü, eine Formatierung über Formatvorlagen, ebenfalls als Einzug und als Seitenrand im Seitenlayout. Letztere ist die von mir ausdrücklich empfohlene und in der Bearbeitung bequemste Variante. Die anderen beiden sind lediglich im Formatierungsaufwand geringer (aber auch nur, wenn in der späteren Bearbeitungs nichts schief geht). Wenn Sie sich für die saubere Variante der Seitenlayoutlösung entscheiden, lesen Sie direkt bei Formatvorlagen weiter.
Ein Korrekturrand lässt sich in dem Menü einstellen, welches von der Einstellung des Zeilenabstands bekannt ist. Also zu öffnen über Rechtsklick > Absatz (Rechtsklick im Bereich des zu formatierenden Textblocks) oder über das Zeilenabstand-Icon und dann "Zeilenabstandsoptionen". Hier muss der Wert "Links:" unter "Einzug" angepasst werden ("Rechts:", wenn man einen rechten Rand haben will). Es gilt zu beachten, dass es falsch wäre, würde hier jetzt ein Wert von 7 cm eingetragen. Zusätzlich zu diesem Rand kommt nämlich der Seitenrand hinzu, der den Druckbereich eingrenzt. Standardmäßig hat ein neues Dokument an jeder Seite außer Unten 2,5cm Rand (Unten nur 2cm). Dies lässt sich auch unter Seitenlayout > Seitenränder überprüfen:
Microsoft Word 2010: Einzug vor Text einfügen Microsoft Word 2010: Druckbereich nachschauen
Folgerichtig werden als Einzug vor dem Text nur 4,5 cm eingetragen. Es sei an dieser Stelle noch gesagt, dass man den Einzug auch über die kleinen Dreiecksymbole im Lineal verschieben kann. Hierbei kann es aber Schwierigkeiten bereiten, zu erkennen, ob man nicht doch einen Millimeter daneben liegt.

d) Formatvorlagen

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

e) Fußnoten

Fußnoten werden einfach in der Menüleiste über Verweise > Fußnote einfügen an der jeweiligen Stelle eingefügt.
Microsoft Word 2010: Fußnote einfügen
Fußnoten bekommen automatisch die Formatvorlage "Fußnotentext" zugewiesen und sollten daher, den vorangegangenen Einstellungen zu Formatvorlagen entsprechend, bereits richtig formatiert sein. Fußnoten werden entfernt, indem die hochgestellte Zahl im Fließtext entfernt wird. Dadurch wird automatisch die Fußnote mitgelöscht. Dies sollten Sie insbesondere dann beachten, wenn Sie einen größeren Textblock entfernen, damit Sie nicht auch versehentlich Fußnoten löschen.

f) Seitenzahlen

Seitenzahlen können in Word bequem über einen Menüpunkt eingefügt werden: Einfügen > Seitenzahl. Es öffnet sich ein Untermenü, in welchem weitere Auswahlen getroffen werden können. Seitenzahlen sollten am Seitenende eingefügt werden, ich empfehle die Vorlagen "Einfache Zahl" 1 bis 3 (je nach gewünschter Position).
Microsoft Word 2010: Seitenzahl einfügen
Interessant wird es jetzt aber, wenn verschiedene Seitenzahlformate eingestellt werden sollen. Die Verzeichnisse (Inhalts- und Literaturverzeichnis) sollen mit römischen Ziffern bezeichnet werden, arabische Zahlen erst ab der eigentlichen Ausarbeitung beginnen. Sind die Seitenzahlen einmal wie oben beschrieben eingefügt, verwaltet Word diese automatisch. Einen Bruch in der Seitenzahlabfolge lässt sich nur durch einen sog. Abschnittswechsel erzielen. Ein Abschnittswechsel wird folgendermaßen eingefügt: Seitenlayout > Umbrüche > Abschnittsumbrüche. Ein solcher sollte am Ende des Literaturverzeichnisses (also vor dem Gutachten) eingefügt werden. Wenn das Deckblatt nicht in die Seitennummierung einfließen soll, muss zudem am Ende des Deckblatts ebenfalls ein Abschnittsumbruch folgen.
Microsoft Word 2010: Abschnittsumbruch einfügen
Es ist zunächst nicht möglich, einen Abschnittsumbruch im Dokument zu erkennen, nachdem dieser eingefügt wurde. So wie andere Steuerzeichen auch (Zeilenumbrüche oder Leerzeichen), sind Abschnittsumbrüche unsichtbar. Es ist jedoch möglich, sich alle Steuerzeichen im Dokument einblenden zu lassen. Dazu dient ein Toggle-Button unter Start (Siehe nachfolgendes Bild, der Button auf den der Cursor zeigt). Die Steuerzeichen werden jedoch, selbst wenn die Anzeige aktiviert ist, niemals mit gedruckt.
Microsoft Word 2010: Steuerzeichen anzeigen lassen
Nachdem die Anzeige der Steuerzeichen aktiviert wurde, können diese auch überprüft werden. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen, befindet sich am Ende des Deckblatt ein Abschnittsumbruch (da ich nicht möchte, dass das Deckblatt zur Seitennummerierung dazu zählt). Dieses Zeichen: ¶ steht für einen Zeilenumbruch. Sie können ebenfalls sehen, dass Leerzeichen durch einen Punkt dargestellt werden. Ein weiterer Klick auf den Toggle-Button beendet die Anzeige der Steuerzeichen.
Microsoft Word 2010: Position des Abschnittsumbruch überprüfen
Abschnittsumbrüche lassen sich, wie jedes andere Zeichen auch, durch Entfernen oder die Rücktaste (␈) löschen.
Sobald Sie Abschnittsumbrüche einfügen, ändert sich unmittelbar nichts an den bereits eingefügten Seitenzahlen. Es ist jedoch nur durch Abschnittsumbrüche möglich, die fortlaufende Nummerierung der Seiten zu unterbrechen. Sie können jetzt in den unterschiedlichen Abschnitten die Seitenzahlen unterschiedlich formatieren. Um die Seitenzahlen bearbeiten zu können, müssen Sie zunächst die Bearbeitungswerkzeuge für Fußzeilen öffnen. Die von Word eingetragenen Seitenzahlen sind automatisch in die sog. Fußzeile eingetragen worden. Die Fußzeile bezeichnet den Bereich einer Seite unterhalb des eigentlichen Textbereiches, bzw. den unteren Seitenrand (welcher im Abschnitt Seitenlayout auf 2 cm eingestellt wird). Um die Fußzeile zur Bearbeitung aufzurufen, reicht ein Doppelklick im Bereich der Fußzeile (z.B. neben oder direkt auf der Seitenzahl). Danach öffnet sich das Menü "Kopf- und Fußzeilentools / Entwurf", zudem wird der Schreibcursor in die Fußzeile versetzt, die nun bearbeitet werden kann. Auf dem Bild zu sehen ist die Bearbeitung des 3. Abschnitts (1. ist das Deckblatt, 2. die Verzeichnisse, 3. das Gutachten):
Microsoft Word 2010: Fußzeile bearbeiten
Zu sehen ist, dass die Seitenzahl grau hinterlegt wird. Dies kommt daher, dass die Zahl nicht als einfaches Zeichen von Word eingefügt wurde, sondern als "Feld". Ein Feld beinhaltet sich ändernde Daten, in diesem Falle eben die aktuelle Seitennummer.2 D.h., dass Sie nicht einfach das Feld löschen und eine andere Zahl hinschreiben sollten, da dann die automatische Funktion des Feldes - die Anzeige der Seitenzahl - verloren geht. Bedenken Sie, dass durch spätere Änderungen vor einer Seite die Seitenzahl sich ändern kann (z.B. weil das Inhaltsverzeichnis länger wird und eine neue Seite eingefügt werden muss). Sie müssen auch nur wenige Einstellungen ändern, um die Seitenzahlen anzupassen.
Mit einem Rechtsklick auf das Feld können Sie dieses bearbeiten. Das Feld ist bei einer einfachen Zahl leider recht klein, so dass es schwierig ist, dieses mit dem Rechtsklick zu treffen. Sie liegen richtig, wenn Sie die Feldoptionen im Kontextmenü sehen:
Microsoft Word 2010: Feldoptionen im Kontextmenü
Dies sollte als erstes im 2. Abschnitt (Verzeichnisse) getan werden. Wählen Sie "Seitenzahlen formatieren..." und es öffnet sich ein Bearbeitungsfenster. Hier stellen Sie das Zahlenformat auf große römische Ziffern und stellen statt "Fortsetzen vom vorherigen Abschnitt" auf "Beginnen bei: I".
Microsoft Word 2010: Römische Ziffern als Seitenzahlen einstellen
Durch einen Klick auf Entwurf > Kopf- und Fußzeile schließen verlassen Sie den Bearbeitungsmodus der Fußzeilen.
Microsoft Word 2010: Fußzeile schließen
Im dritten Abschnitt verfahren Sie genauso, setzen das Zahlenformat ggf. wieder auf arabische Zahlen und lassen die Nummerierung bei 1 neu beginnen. Bevor Sie die Seitenzahl auf dem Deckblatt löschen, müssen Sie dringend die Verbindung der Fußzeilen zwischen Abschnitt 1 (Deckblatt) und Abschnitt 2 (Verzeichnisse) lösen. Standardmäßig sorgt Word ansonsten automatisch dafür, dass trotz der verschiedenen Abschnitte die Fußzeilen immer den gleichen Inhalt beibehalten. Im Klartext würden Sie also die Seitenzahlen in allen Abschnitten wieder löschen. Es reicht dazu, die erste Fußzeile im 2. Abschnitt zu bearbeiten und in der Menüleiste die Option "Mit vorheriger verknüpfen" zu deselektieren:
Microsoft Word 2010: Verknüpfung der Fußzeilen aufheben
Danach können Sie die Fußzeile im Deckblatt durch Doppelklick bearbeiten und das Seitenzahlfeld löschen. Möchten Sie, dass das Deckblatt in die Nummerierung der Seiten mit eingeht, dann brauchen Sie gar keinen Abschnittswechsel zwischen Deckblatt und den Verzeichnissen einzufügen. Es reicht, in der Menüleiste zu den Kopf- und Fußzeilentools einen Haken bei der Option "Erste Seite anders" zu setzen. Dadurch wird die Seitenzahl auf der ersten Seite (Deckblatt) nicht mehr angezeigt und die zweite Seite beginnt mit II.

g) Seitenlayout

Mithilfe der Seitenlayouts-Einstellungen sollen nun die Seitenränder eingestellt werden. Insbesondere empfehle ich, den Korrekturrand über den Seitenrand zu lösen. Sie werden dann keine Probleme damit haben, dass doch einmal ein Textblock keinen Einzug besitzt oder Sie die Einzug versehentlich löschen. Word sorgt hingegen vollautomatisch dafür, dass kein Text außerhalb des Seitenrandes landet.
Die Einstellungen für den Seitenrand finden sich unter Seitenlayout > Seitenränder. Standardmäßig stellt Word 2,5 cm an jeder Seite, bis auf Unten (dort nur 2 cm) ein. Für das Deckblatt und die Verzeichnisse stelle ich den Rand jedoch gerne einheitlich auf 2 cm ein (dies ist aber nur persönlicher Geschmack). Für das Gutachten wird dann der übliche Korrekturrand von 7 cm links eingestellt und ich empfehle, hier ansonsten 2 cm als Rand einzustellen (dies ist in der Regel zulässig); mehr Rand kostet Platz. Auch hier gilt aber, dass die Vorgaben Ihres Aufgabenblattes gelten. Die Einstellung des Seitenrandes wird automatisch für den gesamten Abschnitt übernommen. Da im vorherigen Schritt (Seitenzahlen) das Dokument bereits in mindestens zwei (Einleitungsteil, Gutachten), maximal drei Abschnitte (Deckblatt, Verzeichnisse, Gutachten) eingeteilt wurde, ist es bereits problemlos möglich, die verschiedenen Seitenränder einzustellen. Wenn Sie die Einstellung vornehmen, dann gilt die Einstellung stets für den aktuellen Abschnitt, d.h. der Abschnitt, in dem sich der Schreibcursor zur Zeit befindet. Klicken Sie auf den Seitenränder-Button und wählen Sie "Benutzerdefinierte Seitenränder", da keine der Standardvorgaben dem gewünschten Korrekturrand entspricht.
Microsoft Word 2010: Seitenrand festlegen Microsoft Word 2010: Seitenrand festlegen

h) Gliederung

In diesem Abschnitt soll erklärt werden, wie es möglich ist, dass die Überschriften im Gutachten automatisch mit einer Gliederungsebene versehen werden. Natürlich ist es ohne weiteres möglich, die Gliederungsebenen von Hand vor die jeweiligen Überschriften zu schreiben. Zur Erklärung dieser Technik, muss ich auch keine großen Ausführungen tätigen (Tipp: Sie schreiben A./B. oder I./II. etc. direkt vor eine Überschrift).
Der Nachteil dieser Methode ist jedoch einfach erklärt: Sollte Ihnen während der Bearbeitung auffallen, dass Sie einen Prüfungspunkt vergessen haben, müssen Sie diesen einfügen und dann wiederum alle nachfolgenden Gliederungsebenen anpassen. Dabei, wie auch generell beim Anlegen der Überschriften, können durch Unachtsamkeit schnell einmal Fehler begangen werden. Zudem werden Sie Ärger mit der automatischen Erkennung von Nummierungen und Aufzählungen bekommen. Wann immer Sie eine Zeile mit "1." o.ä. beginnen, vermutet Word nämlich, dass Sie eine nummerierte Liste beginnen möchten und stellt automatisch gewisse Absätze und Einzüge ein, die ihr Format durcheinander bringen.
Wenn Sie allerdings zu Beginn der Bearbeitung die Gliederung vernünftig einstellen, übernimmt Word die Arbeit des korrekten Nummerierens. Beachten Sie allerdings, dass Word nur bis zu 9 Gliederungsebenen verwalten kann. Wenn Sie mehr benötigen, dann können Sie die Automatik nicht benutzen. Auch das automatische Inhaltsverzeichnis kann nur bis zu 9 Ebenen verwalten. Sie sollten sich also sehr genau überlegen, ob Sie die zehnte Ebene wirklich brauchen oder ihr Gutachten nicht doch zu verschachtelt ist.
Die beste Möglichkeit, wie Sie diesen Automatismus einstellen, ist eine Listenformatvorlage. Es gibt zwar andere Wege, dieses Ergebnis zu erzielen, diese sind aber weder einfacher noch besser. Eine Listenformatvorlage hat den Vorteil, dass Sie diese jederzeit nachträglich ändern können. Daher empfiehlt es sich, zu Beginn der Bearbeitung die Listenformatvorlage anzulegen. Klicken Sie dazu unter Start auf den Button "Liste mit mehreren Ebenen" und dann auf "Neuen Listentyp definieren...":
Microsoft Word 2010: Neue Liste definieren
Es öffnet sich das Fenster "Neue Listenformatvorlage definieren", in dem Sie alle Einstellungen für ihre Gliederungsebenen vornehmen können. Zunächst einmal sollten Sie der Formatvorlage einen Namen geben (ich habe "Gliederung" gewählt). Unter diesem Namen werden Sie die Vorlage später wiederfinden und bearbeiten können. Die Einstellungen zu Schriftart, -größe etc. können Sie ignorieren. Da für die Überschriften die neun bereits festgelegten Überschrifts-Formatvorlagen benutzt werden, haben die bei der Liste eingestellten Formatierungen keine Wirkung. Nachdem Sie den Namen der Vorlage eingetragen haben, klicken Sie weiter auf Format > Nummerierung....
Microsoft Word 2010: Gliederungsebenen definieren
Es öffnet sich ein weiteres Fenster, in welchem Sie bereits alle Gliederungsebenen sehen können. Diese Standardauswahl müssen Sie nur noch für sich anpassen. Oben links finden Sie ein Listenfeld mit den Zahlen von 1 bis 9. Ein Klick auf eine dieser Zahlen springt zu den Formatierungsoptionen für die entsprechende Gliederungsebene. Zunächst sollten Sie bei der ersten Ebene anfangen, welche standardmäßig die Nummerierung "1), 2), ..." hat. Die Gliederungsebenen können Sie je nach Geschmack bzw. Vorgabe einstellen. Ich verwende folgende Ebenen, von denen im juristischen Bereich die ersten 4 zumindest weit verbreitet sind: A. I. 1. a) (i) (1) (a) (aa) (aaa).
Als erstes sollten Sie auf "Erweitern >>" klicken, damit Ihnen alle Optionen angezeigt werden:
Microsoft Word 2010: Erweitern der Optionen
Microsoft Word 2010: Erweiterte Optionen
Als erstes werden die Einzüge der Überschriften entfernt, da diese überflüssig sind. Klicken Sie unter "Position" auf Für alle Ebenen festlegen.... In dem sich öffnenden Fenster stellen Sie alle Einzüge auf 0 cm und bestätigen mit OK.
Microsoft Word 2010: Einzüge für alle Gliederungen abschalten Microsoft Word 2010: Einzug auf 0 cm setzen
Sie werden dann feststellen, dass der Vorschaubereich entsprechen seine Anzeige geändert hat. So können Sie auch während der Einstellung überprüfen, das alles seine Ordnung hat. Klicken Sie nun alle neun Gliederungsebenen (oder weniger, wenn Sie nur weniger Ebenen brauchen) nacheinander durch (oben links, wo steht "Klicken Sie auf die Ebene, um sie zu ändern:"). Stellen Sie dabei bei jeder Ebene folgendes ein:
Verbinden mit Formatvorlage: Überschrift X (wobei X die gleiche Zahl wie die Gliederungsebene ist.
Text danach: Nichts (Dies müssen Sie nicht machen, die Voreinstellung "Tabstoppzeichen" benötigt jedoch mehr Platz als meine hier vorgestellte Lösung).
Wichtig ist jedoch die Verbindung mit den Überschrifts-Formatvorlagen. Dadurch erreichen Sie ihr Ziel: automatische Gliederungsebenen an jeder Zeile, die Sie als Überschrift kennzeichnen. Haben Sie bisher alles richtig eingestellt, sollte die Vorschau wie folgt aussehen:
Microsoft Word 2010: Erste Optionen der Gliederung eingestellt
Es fehlt nur noch, dass Sie die einzelnen Ebenen entsprechend ihren Wünschen formatieren. Beginnen wir mit der ersten Ebene (klicken Sie wieder auf die 1). Standardmäßig ist diese auf 1), 2), 3) etc. eingestellt. Ändern Sie die "Zahlenformatvorlage für diese Ebene:" auf A, B, C, .... Unter "Formatierung für Zahl eingeben:" können dann die Teile der Gliederung einstellen, die sich nicht ändern. Statt der schließenden runden Klammer setzen Sie dort einen Punkt. Wenn Sie außerdem, meiner Empfehlung folgend, die Option "Text danach:" auf Nichts gesetzt haben, müssen Sie hinter den Punkt nicht ein Abstandszeichen einfügen. Dazu eignet sich ein einfaches Leerzeichen, da dieses am wenigsten Platz verbraucht. Haben Sie alles richtig eingestellt, dann sollte es nun so aussehen:
Microsoft Word 2010: Gliederungsebene 1 fertig eingestellt
Stellen Sie auf die gleiche Weise die nachfolgenden Ebenen ein. Bis Ebene 7 ("(a), (b), (c)") ändert sich dazu nichts. Vergessen Sie nicht, immer ein Leerzeichen hinter die Gliederung zu setzen. Ansonsten haben Sie keinen Abstand zwischen Gliederungsnummer und Überschrift, was etwas eigenartig aussieht. Ab Ebene 8 ("(aa), (ab), (ac)") müssen Sie die Option "Ebenennummer einschließen aus:" verwenden. Wenn Sie dort eine Ebene auswählen (Ebene 7, also die höhere, wenn Sie Ebene 8 formatieren), wird diese Nummerierung an der aktuellen Position des Schreibcursors im Feld "Formatierung für Zahl eingeben:" eingefügt. Daher setzen Sie den Schreibcursor vor das graue "a" der 8. Ebene und wählen dann aus, dass Ebene 7 mit eingefügt wird. Das Ergebnis sollte so aussehen:
Microsoft Word 2010: Gliederungsebene 8 einstellen Microsoft Word 2010: Gliederungsebene 8 eingestellt
Bei Ebene 9 verfahren Sie genauso. Fügen Sie zuerst Ebene 8 zusätzlich ein, danach Ebene 7. Im Ergebnis erhalten Sie in den Ebenen 7 bis 9 Gliederungen, die sich wie folgt verhalten:
Microsoft Word 2010: Gliederungsebene 9 eingestellt
Wenn Ihnen diese Art der Gliederung unübersichtlich erscheint, dann müssen Sie sich andere Gliederungen ausdenken. Leider sind Sie, was eine automatische Gliederung betrifft, an den Zeichenvorrat (5 verschiedene) gebunden, den Word Ihnen bietet. Gliederungen wie "aaa), bbb), ccc)" sind nach dieser Methode nicht möglich.
Microsoft Word 2010: Mögliche Gliederungsebenen
Nachdem Sie alle Gliederungsebenen eingestellt haben, schließen Sie alle Fenster durch OK. Ihre Gliederung ist fertig eingestellt. Wenn Sie später noch einmal etwas ändern möchten, dann können Sie die Formatvorlage für die nummerierte Liste unter Erweitert > Formatvorlagen verwalten unter dem von Ihnen gewählten Namen wiederfinden und anpassen.

i) Inhaltsverzeichnis

Ein automatisches Inhaltsverzeichnis lässt sich schnell an der aktuellen Position im Dokument einfügen: Verweise > Inhaltsverzeichnis > Automatische Tabelle 1.
Ich empfehle jedoch stattdessen die Option "Inhaltsverzeichnis einfügen" zu verwenden, da Sie dann sofort einige Einstellungen vornehmen können. Sollten Sie trotzdem schon die "Automatische Tabelle"-Vorlage verwendet haben, können Sie stets diese Option (Verweise > Inhaltsverzeichnis > Inhaltsverzeichnis > Inhaltsverzeichnis einfügen) verwenden, um Einstellungen vorzunehmen. Sobald Sie den folgenden Dialog bestätigen, fragt Word Sie automatisch, ob Sie - statt ein neues Verzeichnis einzufügen - das vorhandene ersetzen möchten.
In dem sich öffnenden Dialog sollten Sie unter Allgemein > Ebenen anzeigen: den Wert auf "9" setzen. Ansonsten zeigt Ihnen Word nur die ersten drei Überschriftsebenen im Inhaltsverzeichnis an! Ob Sie die Füllzeichen zwischen Eintrag und Seitenzahl ändern, ist Ihrem Geschmack überlassen.
Microsoft Word 2010: Inhaltsverzeichnis einfügen Microsoft Word 2010: Anzahl der angezeigten Überschriftsebenen anpassen
Durch die Änderungen der Formatvorlagen sollte das Inhaltsverzeichnis bereits in der richtigen Schriftart, -größe und -farbe erscheinen. Durch einen Klick auf die Überschrift "Inhalt" können Sie diese bearbeiten, wenn Sie z.B. lieber "Inhaltsverzeichnis" als Überschrift setzen möchten.
Microsoft Word 2010: Überschrift des Inhaltsverzeichnis ändern
Ebenfalls können Sie dann sehen, dass oberhalb des blauen Kastens, der das Inhaltsverzeichnis umrahmt, eine Schaltfläche "Tabelle aktualisieren" erscheint. Von Zeit zu Zeit sollten Sie diese Aktualisierung vornehmen. Nur auf diese Weise werden neu hinzugefügte Überschriften ins Inhaltsverzeichnis übernommen. Word aktualisiert das Inhaltsverzeichnis nicht automatisch! Denken Sie vor dem finalen Ausdruck daran, das Inhaltsverzeichnis (und generell alle Verzeichnisse im Dokument) zu aktualisieren. Wählen Sie in dem Abfragefenster "Gesamtes Verzeichnis aktualisieren". Sie finden die Einstellung auch im Menü unter Verweise > Inhaltsverzeichnis > Tabelle aktualisieren
Microsoft Word 2010: Inhaltsverzeichnis aktualisieren

j) Literaturverzeichnis

Zur Erstellung des Literaturverzeichnisses bieten sich zwei Wege an. Zum einen kann manuell eine Tabelle erstellt und die Rahmenlinien ausgeblendet werden. Die Tabelle muss dann natürlich händisch mit den Informationen über die Literatur versehen und gewartet werden. Zum anderen ist es möglich, eine automatische Funktion, ähnlich wie beim Inhaltsverzeichnis zu nutzen. Die Automatik achtet selbst darauf, dass die bibliografischen Angaben stets im gleichen Format und in der gleichen Reihenfolge auftauchen oder dass überhaupt auch nur Werke im Verzeichnis erscheinen, die auch wirklich in der Arbeit zitiert werden. Dies ist natürlich bequemer. Word bietet leider nur eine abgeschlossene Auswahl an Formatvorlagen für ein Literaturverzeichnis, die zwar an teils internationale Standards ausgerichtet sind, sich aber gänzlich nicht für eine juristische Hausarbeit und deren Anforderungen eignen. Um die Bequemlichkeit des automatischen Literaturverzeichnisses zu benutzen, müsste daher ein neues Format installiert werden.

(1) Unsichtbare Tabelle

In der Konfiguration einfacher ist die Tabelle ohne Rahmenlinien. Hierzu wird der Cursor an der Stelle im Dokument positioniert, wo das Literaturverzeichnis platziert werden soll. Dann sollte die Tabelle über Einfügen > Tabelle eingefügt werden. Es öffnet sich ein kleines Menü, indem die Anzahl an Spalten und Zeilen grafisch ausgewählt werden kann. Es reichen 2 Spalten und so viele Zeilen, wie Sie zunächst für notwendig halten. Es ist später problemlos möglich, weitere Zeilen hinzuzufügen:
Microsoft Word 2010: Tabelle einfügen
Sie erhalten dann eine einfache Tabelle. In die linke Spalte können Autoren- oder Herausgebernamen eingetragen werden, in die rechte Spalte die sonstigen Angaben. Wenn Sie die mittlere Trennlinie nach links oder rechts verschieben wollen, müssen Sie nur den Cursor über die Linie setzen und diese dann mit Maus "festhalten".
Microsoft Word 2010: Spaltenbreite anpassen
Wollen Sie neue Zeilen hinzufügen, reicht ein Rechtsklick auf die Zeile über oder unter der Sie neue Zeilen wünschen. Wählen Sie dann Einfügen > Zeilen unterhalb / oberhalb einfügen. Alternativ können Sie in der Menüleiste die Tabellentools verwenden. Dieser Reiter erscheint, wenn Sie den Cursor innerhalb der Tabelle haben. Das gleiche Ergebnis erzielen Sie mit (Tabellentools) Layout > Darüber / Darunter einfügen.
Microsoft Word 2010: Tabellenzeile einfügen per Rechtsklick Microsoft Word 2010: Tabellenzeile einfügen per Menü
Das Löschen von Zeilen verläuft genauso. Entweder per Rechtsklick auf die entsprechende Zeile und dann Zellen löschen und im folgenden Menü "Ganze Zeile löschen" auswählen oder im Menü (Tabellentools) Layout > Löschen.
Microsoft Word 2010: Tabellenzeile löschen
Ich würde empfehlen, die Rahmenlinien bis zum Ende der Bearbeitung sichtbar zu lassen. Dies macht es einfacher mit der Tabelle zu arbeiten. Vor der Abgabe sollten dann zwei Schritte durchgeführt werden: Zur Sicherheit einmal die Tabelle nach dem Alphabet sortieren (das geht automatisch!) und dann die Linien ausblenden.
Zum Sortieren bietet Word eine eigene Funktion an: (Tabellentools) Layout > Sortieren. Im Prinzip sollten im folgenden Dialog bereits die richtigen Optionen ausgewählt sein. Sortiert werden soll nach "Spalte 1" mit Typ "Text" (d.h. alphabetisch) und "Aufsteigend".
Microsoft Word 2010: Tabelle sortieren im Menü Microsoft Word 2010: Tabelle sortieren Dialog
Zuletzt das Ausblenden der Rahmenlinien. Dazu reicht ein Rechtsklick auf die Tabelle und die Auswahl von "Rahmen und Schattierung". Im folgenden Dialog kann der Rahmen auf "Ohne" gestellt werden (dieser Prozess ist natürlich umkehrbar - einfach "Raster" auswählen).
Microsoft Word 2010: Tabellenrahmen per Rechtsklick öffnen Microsoft Word 2010: Tabellenrahmen ausblenden

(2) Autom. Literaturverzeichnis

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.

k) Zeichen zählen

Zeichen (oder Wörter) lassen sich ganz einfach über Überprüfen > Wörter zählen zählen. Durch die Checkbox im auftauchenden Fenster lassen sich zudem Fußnoten von der Zählung ausschließen (je nachdem, wie Ihre Anforderungen lauten).
Wenn Sie nur einen Teilbereich des Dokuments auswerten möchten (weil z.B. die vorangestellten Verzeichnisse, Inhalt, Literatur, nicht mitgezählt werden müssen), dann können Sie das nur erreichen, indem Sie den gesamten zu zählenden Bereich markieren und dann die Schaltfläche drücken.
Microsoft Word 2010: Zeichen zählen lassen Microsoft Word 2010: Gezählte Zeichen

l) Beispieldokument

Das Beispieldokument können Sie hier runterladen: Hausarbeit.docx
Bitte beachten Sie: Es ist zwar möglich, dass Sie dieses Dokument einfach herunterladen und damit losarbeiten, ohne zuvor die vorangestellten Texte gelesen zu haben. Wenn Sie sich jedoch mit dem Umgang mit Word 2010 nicht erfahren genug sind, dass sie alle Formalia auch selbst hätten einbauen können, dann werden Sie mit diesem Dokument schwerlich ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.
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IV. Microsoft Office Word 2013

Da ich derzeit noch keine Lizenz zu Office 2013 habe, kann ich noch keine Angaben zu Word 2013 machen. Solange würde ich empfehlen, die Hinweise zu Word 2010 verwenden. Falls sich Einstellungen und Optionen, auf die ich verweise, in Word 2013 nicht mehr am gleichen Ort befinden, sollte eine kurze Internetsuche das richtige Ergebnis liefern.
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V. LaTeX

Dieser Bereich befindet sich in der Ausarbeitung und wird bereit gestellt, sobald ich ihn abgeschlossen habe.
LaTeX bietet sehr elegante Arbeitsmöglichkeiten an, bedient sich jedoch völlig anders, als Sie es von anderen Textverarbeitungsprogrammen gewohnt sein werden. Ich rate davon ab, den Zeitraum einer Hausarbeit damit zu verbringen, sich in LaTeX einzuarbeiten.
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VI. Was sind Formatvorlagen?

Mehrere Textverarbeitungsprogramme unterstützen heutzutage die sogenannten Formatvorlagen. Dies ist ein sehr praktisches und eigentlich einfach zu verwendendes Feature, welches zu Unrecht oft ein Nischendasein fristet. Das Layout eines Dokuments lässt sich auf diese Weise wunderbar vereinheitlichen und zudem - viel praktischer - nachträglich ohne große Mühen ändern.
Formatvorlagen dienen als Kategorisierung von Textabschnitten. Jeder Teilbereich eines Dokuments wird einer Formatvorlage zugeordnet. Der Vorteil ist nun, dass, wann immer man das Format einer bestimmten Kategorie ändern möchte, man nicht jeden Textabschnitt einzeln auswählen muss, sondern einfach die zentrale Formatvorlage anpassen kann. In der Formatvorlage sind viele Informationen zu Schriftgrad, -typ, -art oder Abständen, Absätzen und Einzügen gespeichert. Ändern man einen Wert, ändern sich automatisch alle Bereiche (Texte) des Dokuments, in denen diese Formatvorlage eingesetzt wurde. Anhand eines kleinen Beispiel soll der Vorteil hiervon demonstriert werden:
Beispiel mit 2 Formatvorlagen
Hier habe ich ein simples Dokument. Nach ein paar Zeilen Text im Normalformat (Formatvorlage "Standard") wird dieser durch eine Überschrift unterbrochen, um einen neuen Abschnitt einzuleiten. Die Überschrift hat die Formatvorlage "Überschrift 1", danach geht es wieder mit "Standard" weiter. Überschrift 1 und Standard definieren erkennbar unterschiedliche Formate. Standard ist 12 Punkt groß, Überschrift 1 hingegen 16. Zudem hat die Überschrift deutlich erkennbare Absätze oben und unten. Ein Problem habe ich dann, wenn ich erkenne, dass ich in meinem Fließtext ein fehlerhaften Format eingefügt habe. So entscheide ich mich z.B. nach dem Schreiben, dass ich doch lieber 13 Punkt Schriftgröße hätte. Ich kann nun nicht einfach alles im Dokument markieren und über die Toolbar die Schriftgröße anpassen. Denn davon wäre auch die Überschrift betroffen. Dabei würde ich die aber gerne auf 16 Punkt belassen. Ohne Kenntnisse von Formatvorlagen bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: Ich ändere alles und setze danach manuell die Überschrift wieder auf 16 Punkt oder ich markiere zuerst den Text vor der Überschrift, ändere diesen und mache dann das gleiche mit dem Text hinter der Überschrift. Beide Möglichkeiten bedeuten einen großen Aufwand und sind fehleranfällig. Eine ganze Hausarbeit begnügt sich natürlich nicht mit nur einer Überschrift, sondern ist eine Sammlung von vielen unterschiedlichen Formaten. So habe ich die vorangestellten Verzeichnisse (kein Einzug/Rand links), Fließtext der Ausarbeitung (linker Korrekturrand, oft 12 Punkt groß), Überschriften (Größere Schriftgröße und/oder fett/unterstrichen, ggf. Abstände) und Fußnoten (meistens kleinere Schriftgröße). Hier einzeln nachzukorrigieren ist äußerst lästig.
Hat man daher von Anfang die Textabschnitte sinnvoll in Formatvorlagen aufgeteilt, reicht es aus, wenn man das Format in der Formatvorlage ändert - alle Textabschnitte mit dieser Vorlage werden danach automatisch angepasst!
Beispiel mit 2 Formatvorlagen, angepasst
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